Sicheres Arbeiten in der Höhe
Sicheres Arbeiten an hoch gelegenen Arbeitsplätzen birgt verschieden Gefahren. Für die professionelle Benutzung von Arbeitsmitteln gelten in den Niederlanden strenge Vorschriften. Das ist durchaus verständlich, da das Material intensiv benutzt wird. In diversen Normen und Gesetzen ist festgelegt, welchen Anforderungen Arbeitsmittel wie Gerüste, Hängebühnen, Leitern und Treppen entsprechen müssen. Für nähere Einzelheiten siehe die ausführlichen Informationen zum Thema Normen und Gesetze.
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Warum so viel Aufmerksamkeit für sicheres Arbeiten in der Höhe?
Jährlich geschehen tausende Unfälle bei Arbeiten an hoch gelegenen Arbeitsplätzen, oftmals mit schweren Folgen. Viele dieser Arbeitsunfälle, die manchmal sogar tödlich enden, sind die Folge eines Sturzes aus einem erhöhten Standort. Einige der wichtigsten Ursachen sind Gleichgewichtsverlust, unzureichende Sicherung oder das Fehlen einer Sicherung sowie falsche Benutzung von Arbeitsmitteln wie z.B. Gerüste.
Sicheres Arbeiten in der Höhe erfordert die Erfüllung von drei Kriterien. Wie man sicher an hochgelegenen Arbeitsplätzen arbeitet, wird durch die Art und Weise bestimmt, wie die nachstehenden Kriterien umgesetzt werden:
A. Anschaffung von sicherem Steigmaterial, das allen geltenden Gesetzen und Normen entspricht
Sicheres Arbeiten fängt bei der richtigen Materialanschaffung an. Arbeitgeber müssen Ihren Arbeitnehmern entsprechende Arbeitsmittel zur Verfügung stellen, die für die professionelle Benutzung geeignet sind. In der Praxis stellt sich leider heraus, dass nicht immer das richtige Material angeschafft wird. Das kann eine bewusste oder eine unbewusste Entscheidung sein. Erst nach einem Unfall wird man sich der Folgen bewusst. Die wichtigsten Folgen beziehen sich selbstverständlich auf die Gesundheit des Arbeitnehmers, aber auch die Haftung kann schwerwiegende finanzielle Folgen haben. Neben der Tatsache, dass der Arbeitgeber seine Verantwortung nehmen muss, um den Arbeitnehmer zu schützen, trägt auch der Arbeitnehmer eine Eigenverantwortung, den Arbeitgeber auf eventuelle Unvollkommenheiten beispielsweise bei einer Leiter oder einem Gerüst hinzuweisen.
B. Qualitätssicherung bei der Benutzung durch rechtzeitige und fachkundige Überprüfung/Reparatur
Wenn das richtige Material angeschafft wurde, ist es wichtig sicherzustellen, dass die Arbeitsmittel auch im Gebrauch laufend den geltenden Vorschriften entsprechen. Altrex empfiehlt eine jährliche Überprüfung der Arbeitsmittel. Diese Überprüfung ist nicht nur für die Sicherheit des Benutzers von großer Bedeutung. Regelmäßige Überprüfungen und Wartung kommen auch der Lebensdauer der Arbeitsmittel zugute. Darum müssen die Überprüfungen von einem Fachmann durchgeführt werden. Eine Sichtprüfung der Arbeitsmittel vor jedem Gebrauch ist natürlich das ganze Jahr über wichtig, denn die jährliche Prüfung ist und bleibt eine Momentaufnahme.
C. Sichere und fachkundige Benutzung
Durch die Verwendung ungeeigneter Arbeitsmittel und/oder durch die unfachmännische Benutzung entstehen viele Unfälle mit Steigmaterial. Leider stellt sich heraus, dass in der Praxis die Sicherheitsmaßnahmen manchmal fehlen. Damit werden unnötig Risiken eingegangen, sowohl in puncto Sicherheit als auch im finanziellen Bereich. Wichtig ist auch das Befolgen der Aufbau- und Verwendungsanleitung des Herstellers.
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Warum wird das Mischen verschiedener Fahrgerüste abgeraten?
Altrex rät davon ab, Fahrgerüstelemente verschiedener Marken zu mischen. Die wichtigsten Argumente dafür lauten: das Risiko einer Vermischung mit Produkten von minderwertiger Qualität, die nicht den geltenden Produktanforderungen entsprechen und die Tatsache, dass der Endbenutzer bei Unfällen oder anderen Vorfällen als Folge des Mischens von Fahrgerüstelementen keine Produkthaftungsansprüche geltend machen kann. Für Fahrgerüste gilt die aktuelle europäische Norm EN 1004, wobei eine Festigkeits- und Standfestigkeitsberechnung erforderlich sind.
Um in der Praxis eine Festigkeits- und Standfestigkeitsberechnung erstellen zu können, müssen dem Ingenieur die Spezifikationen der verschiedenen „Misch-Bauteile“ bekannt sein. Der Großteil der Hersteller, so auch Altrex, überlässt diese Spezifikationen nicht Dritten. Das wird für mehrere Hersteller gelten. Gleichzeitig ist eine einmalige Berechnung keineswegs eine Garantie, weil die neuen Spezifikationen vom Hersteller geändert werden können, wodurch neue Berechnungen erforderlich sind. Das bedeutet, dass für jede neue Mischung eine Berechnung erstellt werden müsste, was in der Praxis nicht ausführbar ist. Aus diesen Gründen werden Hersteller und darunter auch Altrex jegliche Haftungsansprüche für Schäden, die durch das vermischen von (Fahr-)Gerüsten verschiedener Marken entstanden sind, zurückweisen.
Die Fahrgerüste von Altrex entsprechen der aktuellen europäischen Norm EN 1004. Aufgrund unserer internationalen Tätigkeiten verfügen wir beispielsweise auch über ein TÜV-Zertifikat. Die EN 1004 ersetzt die alte Norm HD 1004. Diese Norm beschreibt u.a. die verschiedenen Bauteile und deren Zusammenhänge. Die Normen EN 1004 und die verfallene Norm HD 1004 unterscheiden sich erheblich voneinander. Insbesondere die Anforderungen für die Standfestigkeit sind in der Norm EN 1004 bedeutend strenger.